Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)
Die Europäische Wildkatze, die auch Waldkatze genannt wird und massiger und kraftvoller aussieht als eine Hauskatze, ist eine von drei Unterarten der Wildkatze. Die beiden anderen sind die Afrikanische Wildkatze - auch Falbkatze genannt - und die Asiatische Wildkatze. Die Europäische Unterart ist vielen Gebieten Europas und in Südwestasien beheimatet. In Deutschland ist sie in den Mittelgebirgen mit ca. 2000 Tieren vertreten. Sie haust am liebsten in großen, zusammenhängenden, ruhigen Wäldern, hauptsächlich in alten Laubwäldern.
Das tagaktive, in dicht besiedelten Gegenden aber hauptsächlich nachtaktive Tier, ist meistens ortstreu und ein extrem scheuer Einzelgänger, der sich von Menschen total fern hält.
Die Europäische Wildkatze paart sich in den Monaten Januar bis März. In seinem sicheren Versteck bringt das Weibchen nach einer Tragezeit von 63 bis 70 Tagen in der Regel zwei bis vier, selten sechs, Junge zur Welt, die bereits nach sechs bis acht Monaten so erwachsen sind, dass sie sich ein eigenes Revier suchen.