
Winterruhe ist bei vielen Pflanzen und einigen Tieren in geografischen Regionen mit ausgeprägten Jahreszeiten zu beobachten.
Bei Pflanzen äußert sich dies durch Abwerfen der Blätter von Bäumen und Sträuchern beziehungsweise Absterben der oberirdischen Triebe bei mehrjährigen krautigen Pflanzen.
Beispiele für gleichwarme Tiere, die Winterruhe halten sind Braunbär, Dachs, Eichhörnchen, Maulwurf und Waschbär. Im Gegensatz zu den Winterschläfern senken sie während der Winterruhe ihre Körpertemperatur nicht so stark ab, wachen auch zwischendurch häufiger auf und suchen manchmal nach Futter. Dazu bedarf es aber einer moderaten Kälte und eines zumindest bescheidenen Nahrungsangebotes.
Bei den Braunbären hängt die Art der Winterruhe von ihrem Lebensraum ab: Während des eiskalten sibirischen Winters verlassen diese Tiere bis zu sieben Monate lang ihre Höhlen gar nicht, während sie im Laufe des nicht so strengen europäischen Winters die Winterruhe mehrmals unterbrechen, um ins Freie zu gehen. Werden Braunbären im Zoo gehalten, wo es warm und genügend Futter vorhanden ist, verzichten sie ganz auf die Winterruhe.
Die Überwinterungsstrategie bei wechselwarmen Tieren wird als Winterstarre bezeichnet.